Die Oase der Mandelbäume, ein 25 km² großer Palmenhain, der seit Jahrhunderten bewässert wird.
Skoura ist eine Welt für sich. Am Fuße des Anti-Atlas, am Rande der Drâa-Wüste, beherbergt dieser Palmenhain 138.000 Dattelpalmen, unter denen Mandel-, Oliven-, Granatapfel- und Feigenbäume wachsen. Die L…
Die Oase der Mandelbäume, ein 25 km² großer Palmenhain, der seit Jahrhunderten bewässert wird.
Skoura ist eine Welt für sich. Am Fuße des Anti-Atlas, am Rande der Drâa-Wüste, beherbergt dieser Palmenhain 138.000 Dattelpalmen, unter denen Mandel-, Oliven-, Granatapfel- und Feigenbäume wachsen. Die Landwirtschaft der Oase ist eine lebendige Architektur auf drei Etagen, Palmen oben, Obstbäume in der Mittelschicht, Gärtnereien und Getreide auf dem Boden. Die Mandelbäume von Skoura wachsen im schützenden Schatten der Palmen, bewässert von den Seguias, die vom Atlas herunterkommen, ohne Pestizide oder chemische Düngemittel, weil die Oase sie nie brauchte und ihre 30.000 Einwohner seit Generationen von ihnen leben. Das „Tal der Mandelbäume“ von Toundout, etwa zehn Kilometer von Skoura entfernt, ist das Epizentrum dieser Produktion, spektakulär im Frühling während der Blüte, diskret und streng im Rest des Jahres.
Das Paradox der Skoura-Mandel besteht darin: Gerade weil sie in einer trockenen Umgebung mit extremen Temperaturen (heiße Sommer, kühle Nächte in der Höhe) und einer streng durch traditionelle Seguias kontrollierten Bewässerung wächst, konzentriert der Mandelbaum seine Ressourcen auf die Qualität seiner Früchte und nicht auf deren Quantität. Der in marokkanischen Trockengebieten dokumentierte thermische und Wasserstress steht in direktem Zusammenhang mit einem höheren Ölsäuregehalt, dem gleichen Phänomen wie bei der Anti-Atlas-Olive oder dem Idmine-Argan.
Die marokkanische Beldi-Sorte, die seit Jahrhunderten in Skoura angebaut wird, weist ein von Natur aus reiches Lipidprofil an Ölsäure (Ω-9) auf, das je nach Jahreszeit bis zu 86 % betragen kann. Diese lokale Sorte, die nicht industriell gekreuzt wurde, ergibt ein Öl mit einem dezenten Aromaprofil von süßer Haselnuss und einer leicht trockenen Textur, das sich stark von spanischen oder kalifornischen Mandelölen auf dem Standardmarkt unterscheidet.
Der Verzicht auf Chemikalieneinträge ist nachweisbar und zertifizierbar. Die Mandelbäume von Skoura und dem Toundout Almond Valley erhalten keine Pestizide oder synthetischen Düngemittel, sondern lediglich Wasser aus den Seguias und natürliches Schwemmland aus dem Wadi. Diese Feldrealität ist bei Folk Oilschargen direkt als EU/USDA-Bio-Produkt nachweisbar.